Brandverletzungen heilen häufig mit auffälligen, wulstigen und instabilen Narben ab. Nicht selten führen die Narbenstränge zu Deformitäten des Weichteilmantels,
die insbesondere im Gesicht und am Hals zu Entstellungen und erheblichen Bewegungseinschränkungen führen. Aber auch über Gelenke ziehende Narben führen zu
funktionellen Einschränkungen und mittelfristig zu einer Einsteifung der Gelenke. Instabile Narben sorgen mit einer chronischen Wunde und der Gefahr einer
Weichteilentzündung für eine ständige Belastung des Betroffenen.
Nach ca. einem Jahr sind die Umbauvorgänge innerhalb der Narben abgeschlossen und ein Endzustand der Ausheilung ist erreicht. Erst ab diesem Zeitpunkt sind
Korrekturoperationen sinnvoll. Je nach Ausmaß der Verletzung werden gemeinsam mit dem Betroffenen die Korrekturmöglichkeiten besprochen. Häufig sind mehrere
Operationen notwendig, bis man das beste ästhetische und funktionelle Ergebnis erreicht.
Für die Rekonstruktion stehen uns viele verschiedene Operationstechniken
zur Verfügung: von Hautverpflanzungen und kleineren ortsständigen Verschiebelappen bis hin zur Vordehnung von gesunder Haut mittels Implantatekissen und
Verpflanzung von freien Weichteillappen. Neben der Operation ist bei Brandverletzten aber insbesondere eine spezielle Nachbehandlung und Pflege gewinnbringend.
Mit speziellen Kompressionsbekleidungen und Silikonauflagen kann das Erscheinungsbild von Verbrennungsnarben deutlich verbessert werden.
Die Behandlung von
Verbrennungsfolgen ist ein aufwändiges und langwieriges Unterfangen. Durch einen individuellen und stimmig aufgebauten Therapieplan lassen sich jedoch sehr gute
Verbesserungen für den PatientIn erreichen.